Einlagerung

Nachdem die Ware bei der Warenkontrolle freigegeben wurde, wird sie zu ihrem Lagerplatz gebracht, um dann eingelagert zu werden. Bei der Einlagerung wird die Ware dem Lager „einverleibt“ – dieser Prozess muss entsprechend organisiert und dokumentiert werden.

Vorbereitung der Waren für die Einlagerung:

Eventuell ist die Ware bei der Anlieferung noch nicht in einem Zustand, in dem sie eingelagert werden kann, dann muss sie entsprechend für die Einlagerung vorbereitet werden, um sie sicher, effizient und sachgerecht lagern zu können.

Folgende Vorbereitungen sind häufig anzutreffen:

Reinigung und Trocknung:

  • Wenn die Ware beim Transport verschmutzt wurde, muss diese vor der Einlagerung gereinigt werden.
  • Sollte die Ware beim Transport nass geworden sein, muss sie getrocknet werden.

Sortieren:

  • Vermischte Lieferungen trennen
  • Waren nach Artikelnummern oder Chargen sortieren.

Vorverpackung:

  • Die meisten Waren werden nicht lose gelagert, aus diesem Grund wird die Ware in vorgezählten Mengen in Packmitteln vorverpackt. 10 Tetrapacks Milch werden beispielsweise in einen passgenauen Karton gestellt. Weitere Vorverpackungen können Paletten, Behälter, Kisten, Säcke und Beutel sein.

Neuverpackung:

  • Wenn Verpackungen beschädigt sind, muss die Ware ggf. neu verpackt werden

Komplettieren:

  • Verschiedene Teile werden zu einem Set zusammengestellt. Beispielsweise werden in ein Erste-Hilfe-Set Pflaster und Mullbinden gelegt, diese beiden Produkte wurden vorher getrennt angeliefert und im Lager zu einem Set zusammengestellt.

Konfektionieren:

  • Großgebinde in kleinere Einheiten aufteilen.

Kennzeichnung:

  • Wenn die Ware, Verpackung oder Palette ohne Kennzeichnungen oder Etiketten geliefert wurde, müssen diese noch angebracht werden oder sie müssen aktualisiert werden
  • Erstellen und Anbringen von Barcodes / RFID Tags, Chargen- oder Seriennummern
  • Anbringen v. MHD oder bei Gefahrgut Gefahrenhinweisen
  • Ist die Ware für den Verkauf im Einzelhandel vorgesehen, wird sie oft mit ihrem Endpreis ausgezeichnet, bei Lebensmittel wird auch noch der Preis pro Verkaufseinheit ergänzt.

Arbeitsmittel: (Beispielbilder hinzufügen, linke Spalte manuell, rechte Spalte digital/automatisiert?) (An welche Stelle? Stimmt teilweise nicht mit Vorbereitungsmaßnahmen überein – wurde von Holger in Tabelle hinzugefügt)

Für die obengenannten Vorbereitungen stehen dir verschiedene Arbeitsmittel zur Verfügung:

Zähleinrichtungen:

  • Zählwaagen, Stückzählautomaten, Handstückzähler

Messeinrichtungen:

  • Zollstock, Bandmaß, Entfernungsmesser, Messschieber

Wiegeeinrichtungen:

  • Verschiedenste Arten von Waagen (Stationär, z. B. Standwaage oder mobil, z. B. Palettenwaage)

Abfülleinrichtungen:

  • Manueller Volumendosierer, teilautomatisierter Volumendosierer

Kennzeichnung:

  • Barcodedrucker, Etikettenspender, Barcodescanner, RIFD-Systeme

Nachdem die Ware so vorbereitet wurde, dass sie einlagerungsfähig ist, geht es an die tatsächliche Einlagerung, folgende Schritte sind dabei zu beachten: (ggf. Videos manuelle Einlagerung, teilautomatisiert und vollautomatisiert?)

  1. Registrierung der Ware im Warenwirtschaftssystem durch Einscannen der Barcodes. Dadurch wird auch der Bestand aktualisiert.
  2. Zuweisung eines Lagerplatzes: meist bestimmt das System den Lagerplatz und befolgt dabei bestimmte Einlagerungsgrundsätze (siehe Wissensbereich).
  3. Physische Einlagerung: Die Ware wird meist mit einem geeigneten Flurförderzeug zum Lagerplatz gebracht, entweder gibt das System den Weg vor oder du musst dich selber orientieren können (siehe Wissensbereich). Anschließend wird die Ware abgestellt (Bodenlagerung) oder eingeräumt (Regallagerung). Nun wird die Ware mit dem Lagerpatz durch das Einscannen der beiden Komponenten „Verheiratet“. Dadurch wird die Einlagerung auch dokumentiert.