Teilbereiche der Logistik
Hier sollte ein ganz kurzer Satz zur Orientierung stehen, der beschreibt, was auf dieser Seite zu finden ist
Transportlogistik beschäftigt sich mit der physikalischen Verbringung von Gütern zwischen verschiedenen Orten innerhalb von Logistiknetzwerken. Nach Art der Tätigkeit wird auch zwischen Lagerlogistik (Lagerwesen), Verpackungslogistik und Transportlogistik unterschieden. Häufig taucht in diesem Zusammenhang auch der Begriff Intralogistik auf, der in der Regel die kompletten logistischen Vorgänge an einem Standort übergreifend zusammenfasst und je nach Betrieb eine Kombination aus Produktionslogistik, Lagerlogistik und Verpackungslogistik darstellt.
Informationslogistik beinhaltet die strategische Planung und Entwicklung aller für die Geschäftsprozessabwicklung und die für den Informationsaustausch erforderlichen Informationssysteme und Prozesse sowie die Sicherstellung einer hohen Qualität und die durchgängige Verfügbarkeit der bereitgestellten Informationen.
Ersatzteillogistik beinhaltet die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der verkauften Produkte durch Ersatz- oder Wartungsprodukt und ist ein Teilgebiet der Distributionslogistik. Für die Investitionsgüterindustrie ist die Ersatzteillogistik für den After Sales Service von großer Bedeutung.
Logistik von Tiefkühlkost und weiteren kühlpflichtigen Produkten werden mit Kühllastwagen befördert.
Kontraktlogistik: TUL-Prozesse (Transport/Umschlag/Lagerung) im Rahmen eines Vertrages zwischen Dienstleister und Kunden, wobei ein bestimmter Mehrwert durch bestimmte Arbeiten wie zum Beispiel durch Kommissionieren, Fakturieren, Konfektionierung und so weiter erreicht werden soll.
Krankenhauslogistik: beschäftigt sich mit den spezifischen logistischen Prozessen und Transportströmen in Krankenhäusern
Pharmalogistik: Die Pharmalogistik ist ein spezielles Teilgebiet der Logistik und umfasst grundsätzlich alle logistischen Prozesse der Pharmaindustrie und der nachgeordneten Distributoren. Dadurch wird die Verfügbarkeit von Arzneimitteln und der Wirk- und Einsatzstoffe, die für die Herstellung dieser Arzneimittel benötigt werden, entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt. Die Verfügbarkeit von Arzneimitteln basiert auf Beschaffungs- und Vertriebsstrategien der Marktteilnehmer wie Pharmaunternehmen, Großhändler und Apotheken.
Filiallogistik: Die regelmäßige Belieferung von Filialen von Handelsketten, wie z.B. dem Lebensmitteleinzelhandel oder Bekleidungsgeschäften mit vielen Tausenden Artikeln, die fast täglich nachgeliefert werden müssen, hat spezielle Anforderungen bei der Anlieferung, der Lagerhaltung, der Abstellung von Mitarbeitern sowie dem Auffüllen von Regalen.
Letzte-Meile-Logistik: Die Letzte-Meile-Logistik beschreibt den letzten Teil der Lieferung: vom Verteilzentrum bis zur Lieferadresse des Kunden. Da dieser meist der teuerste und aufwändigste Teil der Lieferung ist, stellt es Unternehmen und die Städte (Verkehr, Umwelt) vor besondere Herausforderung. Daher kommen mittlerweile Lösungen wie z.B. Lastenfahrräder, Paketstationen oder Microdepots (extrem kleine Lager) in Städten zum Einsatz.
Weitere Spezialgebiete der Logistik
Baustellenlogistik: Insbesondere große Baustellen (wie z.B. neue Flughäfen) benötigen eine optimale Koordination von Transport-, Umschlag- und Lagerprozessen, um Baumaterialien, Maschinen und Personal termingerecht an den richtigen Ort auf der Baustelle zu bringen.
Flughafenlogistik: Da auf Flughäfen ein permanenter Zeitdruck herrscht, müssen hier die logistischen Prozesse, die für den reibungslosen Ablauf von Personen- und Güterverkehr auf einem Flughafen erforderlich sind, besonders gut miteinander funktionieren. Luftfrachtnetze mit den Bodenprozessen, die Abfertigung der Flugzeuge, die Steuerung der Passagiere vom Ankommen am Flughafen bis in das Flugzeug stellen in dem hochkomplexen sowie zeitkritischen Umfeld, in dem zusätzlich die Sicherheit oberste Priorität hat, eine ganz besondere Herausforderung dar.
Gefahrgutlogistik: Viele Gefahrgüter erfordern spezielle Anforderungen in der Lagerung, Verpackung und während des Transports. Lager benötigen z.B. feuerbeständige Trennwände, automatische Brandmeldeanlagen und Löschvorrichtungen. Es gelten häufig strikte Zusammenlagerungsverbote, auch hinsichtlich der Verpackung und dem Transport der Gefahrgüter und die Gefahrgüter müssen mit speziellen Hinweisschildern versehen sein, um auf die jeweiligen Gefahren hinzuweisen. Außerdem benötigen die Personen, die in der logistischen Kette der Gefahrgüter arbeiten, spezielle Ausbildungen.
Hafenlogistik: Der Hafen stellt in der Logistik häufig nochmals besondere Herausforderungen dar, weil hier mit dem Umschlag von Containern, großen Stückgütern oder auch Schüttgut die Tätigkeiten sowie die Arbeitsmittel im Vergleich zu anderen Logistikarten anders ausgeprägt sind. Die Hafenlogistik zeichnet sich durch die hochkomplexe Steuerung von Waren- und Informationsflüssen an der Schnittstelle zwischen Land und Wasser aus.
Luftfrachtlogistik: sie ermöglicht den schnellstmöglichen, weltweiten Transport von zeitkritischen, verderblichen oder hochwertigen Gütern via Flugzeug.
Stadtlogistik: auch City-Logistik oder urbane Logistik umfasst die Planung, Steuerung und Optimierung aller logistischen Prozesse innerhalb städtischer Gebiete. Ihr Ziel ist es, den Güterverkehr (Versorgung von Geschäften, Lieferdiensten, aber auch Müllabfuhr) effizient zu gestalten und gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt durch weniger Staus, Lärm und Schadstoffemissionen zu erhöhen. Die Letzte-Meile-Logistik ist eng verbunden mit der Stadtlogistik.